Urban Nomads Ati & Alex

Reisen und dabei das Land wirklich kennen lernen – nicht bloß Hotelkomplexe und Fußgängerzonen… Diesen Gedanken hatten Atahan und Alexandra im Kopf, als sie die Plattform indy-guide.com gründeten. Mit dieser Plattform möchten die beiden Nomaden im Herzen anderen Gleichgesinnten kompetente Reiseanbieter in der Region Zentralasien bieten und gleichzeitig all den Tour Guides, Travel Agents und Trekkingführern einen Weg bieten, ihren Service einfach und schnell an Mann und Frau zu bringen.

Ihr seid doch sicher schon viel gereist – was fasziniert Euch so sehr an Zentralasien?
Am meisten faszinieren uns Land und Leute: Wir haben auf unseren Reisen eine neue Bedeutung für Gastfreundschaft erfahren. Diese unvoreingenommene, reine Gastfreundschaft der Leute ist in dieser Region der Welt einmalig. Dabei spielt der materielle Reichtum keine Rolle. Sie haben uns, obwohl wir Wildfremde sind, ihre Türen geöffnet, ihr Schlafzimmer zur Verfügung gestellt und ihr bestes Essen aufgetischt. Infrastruktur und sprachliche Barrieren sind zwar eine Herausforderung, sorgen aber auch für ein abenteuerliches Reisegefühl. Auch wenn vieles fehlt, nichts ist unmöglich. 

Und dann ist da noch die beeindruckende Natur. Diese unglaubliche Weite gibt uns ein ganz neues Gefühl der Freiheit. Die Landschaften sind unglaublich vielfältig – die weite Steppe, die faszinierende Wüste, die schneebedeckten über 7000m hohen Berggipfel. Man befindet sich auf den Spuren der Seidenstrasse und spürt den Flair des orientalischen und fernen Ostens. Beeindruckende historische Denkmäler findet man unzählige und kann die atemberaubende Aussichten von Berggipfeln und türkis blaue Alpinseen an so vielen Orten geniessen. Und oft hat man die Sehenswürdigkeiten für sich alleine. Wo sonst auf der Welt findet man diese Vielfalt?

Seht Ihr Euch als eine Art moderner Nomaden?
Die Lebensart der Nomaden hat uns tatsächlich sehr beeindruckt und einen tiefen Eindruck in uns hinterlassen. Diese reine Lebensweise, beschränkt auf das Wesentliche, das Gefühl überall zu Hause zu sein und diese disziplinierte Arbeitsmoral streben wir auch für uns an.

Wie sieht ein Arbeitstag für Indy Guide bei Euch aus?
Indy Guide ist noch jung und befindet sich im Aufbau. Trotzdem ist unsere Bekanntheit bei den Anbietern vor Ort bereits sehr hoch. Nun konzentrieren wir uns auf die Vermarktung bei Reisenden. 
Während unserem Aufenthalt in Zentralasien konnten wir die Mehrheit der Anbieter auf Indy Guide persönlich kennen lernen und ihre Wünsche aufnehmen. Wir möchten allen den Einstieg in den Tourismus ermöglichen, indem wir ihre Dienstleistung einem breiten weltweiten Publikum anbieten.
Im Moment sind wir in ständigem Kontakt mit unseren knapp 500 Anbietern vor Ort, mit unseren Webentwicklern in Indien und beantworten Kundenanfragen über alle Kanäle. Auch suchen wir ständig neue Möglichkeiten und Partnerschaften, um unsere Reichweite laufend zu erweitern.

Wie oft verreist Ihr selber?
So oft wie nur möglich. Nach unserem einjährigen Aufenthalt in Zentralasien und in der Mongolei, haben wir unsere Basis in der Schweiz aufgeschlagen. Von hier aus, möchten wir mehrmals im Jahr auf Reisen sein. Dies war einer der Antreiber für uns persönlich hinter der Idee von Indy Guide.

Verdient Ihr Geld mit Indy Guide und könnt Ihr davon leben?
Mit Indy Guide möchten primär wir Zentralasien als Reiseziel promoten. Denn so viele Menschen im Westen haben keine oder schlimmer eine falsche Vorstellung davon, was sie hier erwartet. Wenn wir gleichzeitig der lokalen Bevölkerung etwas zurückgeben können, sind wir zufrieden. Indy Guide ist für uns eine Leidenschaft und Lebensart. Wir können zwar nicht davon leben, haben zum Glück das Privileg nicht auf das Geld angewiesen zu sein. Wir glauben an die Zukunft von Zentralasien. Die Rückmeldungen von begeisterten Kunden und die Dankbarkeit der Anbieter bestätigen uns und sind unsere tägliche Motivation.

Woher kennt Ihr KANCHA?
Von KANCHA haben wir über Facebook erfahren. Die Idee und Absicht dahinter haben uns sofort überzeugt. Wir verfolgen beide dasselbe übergeordnete Ziel. Aus diesem Grund freuen wir uns so sehr über diese Kooperation.

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