#MakeKyrgyzstanGreat Again: Maya Kim und IDEA

Was haben die kirgisischen Berge mit Debattieren zu tun? Wie stehst Du für Deine Träume ein, wenn Tradition an erster Stelle steht? Lies weiter und lass Dich von Maya Kims Geschichte über einen Kulturwandel in Kirgistan und ihre Arbeit bei der internationalen Organisation IDEA  inspirieren.

Wer?

Wir möchten vorstellen: Maya Kim, 33. An Kirgistan liebt sie: Die allgegenwärtigen Berge (wie auf KANCHAs “Awesome” & “Handsome” Sleeves) und die herzliche Haltung der Kirgisen. Geboren und aufgewachsen in Bishkek hat sie zuerst in ihrer Heimatstadt studiert und ist dann nach Budapest gezogen um dort ihren Master zu machen – und hat dort KANCHA Mitbegründer Tobias kennengelernt. Eine Begegnung, die auch den Weg von KANCHA nicht unwesentlich beeinflusst hat. Daneben hat sie sich für verschiedene Programme mit Fokus auf Jugend- und Zivilgesellschaft engagiert. Durch die erfahrungen bei dieser Arbeit ist ihr immer klarer geworden, wie sie in dieser Welt zum Wandel beitragen will und 2011 beschloss sie wieder nach Kirgistan zurück zu gehen. Sie will “junge Menschen in Kirgistan mit weniger Möglichkeiten unterstützen”. Sie fühlt sich privilegiert und möchte aus diesem Gefühl heraus  “Kirgistan etwas zurückgeben”. Etwas zurückzugeben bedeutet für Maya, Menschen dabei zu unterstützen, ihre eigene Kraft zu entdecken. Deshalb arbeitet sie seit 2014 als Executive Director bei IDEA.

Dieses Prinzip, Menschen das Vertrauen in ihre eigene Stärke zurückzugeben, ist auch einer unserer zentralsten Grundsätze bei KANCHA – darum liegt es uns am Herzen Euch Maya und die Projekte von IDEA vorzustellen.

Was?

IDEA ist eine Organisation, die sich auf den Wert von offener Debatte und konstruktivem Dialog konzentriert. Ihre Mission ist es, jungen Menschen ein Werkzeug mitzugeben, das sie darin unterstützt, unabhängiger zu werden und für ihre eigenen Ideen einzustehen.

Die Geschichte.

Die Möglichkeit zum Studieren zu haben, ist  in Kirgistan nicht selbstverständlich.Besonders für junge Mädchen aus den ländlichen Teilen Kirgistans. Traditionelle Werte sind noch sehr lebendig und es ist ganz normal, Regeln ohne zu fragen zu befolgen oder den Lebensweg einzuschlagen, den die Eltern vorherbestimmt haben. Darauf konzentriert sich IDEA besonders: Junge Mädchen und Jungen zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben. Ihren eigenen Weg zu gehen. Fragen zu stellen.

Als wir Maya nach der Diskussionskultur in Kirgistan fragen, seufzt sie und antwortet: “Wir sind nicht wirklich gut im Diskutieren – normalerweise geht es dabei sehr emotional zu und wir lassen unser Gegenüber nicht ausreden.” In ihren Worten: “Tradition ist immer noch sehr mächtig” und die Entscheidungen der Älteren zu hinterfragen ist nicht wirklich ein traditioneller Wert. Mayas Erfahrung nach haben auch junge kirgisische Männer und Frauen oft Angst vor Neuem und Unbekanntem – wie z.B. der Praxis des Diskutierens. Aber nicht nur die Jugend hat Vorbehalte, oft stehen ganze Gemeinschaften einem Werkzeug kritisch gegenüber, das althergebrachte Gewohnheiten und Wahrheiten aufrütteln und als überholt darstellen könnte.

Außerdem wollten wir von Maya wissen, ob sie jemals von Eltern nach Teilnahmemöglichketen an einem der IDEA-Kurse gefragt wurde – um ihre eigene Stimme zu finden, genau wie ihre Kinder. Als Antwort lacht Maya herzlich und gibt zurück, dass ihr das bisher noch nicht passiert ist. Aber das wäre definitiv das Zeichen einer Bewusstseinsänderung in der ganzen Bevölkerung.

Unsere letzte Frage an Maya:” Wie oft “debattierst” Du in Deinem eigenen Leben?”. Maya antwortet, dass sie die Methoden der Debatte mehr oder weniger jeden Tag bei der Arbeit anwendet. Sie sagt selbst:” Ich bin keine der Debattier-LehrerInnen, sondern hauptsächlichTeil des Managaments und organisiere Veranstaltungen und koordiniere mein Team. Im Rahmen dieser Tätigkeiten nutze ich die Methoden des Debattierens. Jeden Tag, in jeder Unterhaltung.”

 

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