Hand-Werk-Kunst

Feuerfeste Tradition

Um sich gegen das raue Klima zu schützen, haben die Menschen der Region vor mindestens 4.000 Jahren die Filzkunst entwickelt. In einer Lauge wird dabei Wolle zunächst gepresst und anschließend beliebig geformt. Denn Filz kann was: Er schützt gegen Kälte, Feuer und Wasser und wird beispielsweise für die Wände der nomadischen Jurte oder für Bekleidungsgegenstände genutzt. Auch Leder wird vom Reitervolk der Kirgisen schon immer für Sattel und weitere Gebrauchsgegenstände genutzt.

Shyrdak Style

Zwei Arten des Kunsthandwerks haben sich insbesondere entwickelt: die Herstellung von Shyrdak-Teppichen und die Stickerei. Bei Shyrdaks werden im positiv-negativ Verfahren aus der Natur abstrahierte Ornamente ausgeschnitten und zu einer Fläche zusammengenäht. Dies erfordert künstlerisches Geschick, viel Kraft und noch mehr Zeit und wird traditionell von älteren Frauen an die folgenden Generationen weitergegeben. Hier sieht man wie das funktioniert.

Warme Füße für Touristen

Stickereien verzieren in Kirgistan so ziemlich alles, wo die Nadel durchpasst – von der Tischdecke bis zum Hochzeitskleid –, und werden teils maschinell und teils in feinster Handarbeit angefertigt. Viele Hersteller haben sich auf günstige Souvenirs wie Hausschuhe, Teppiche oder Hüte spezialisiert. Doch es gibt auch einige, die sich der Kunst und Qualität verschrieben haben.

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